Warum ein Reboarder-Kindersitz allein nicht für ausreichend Sicherheit sorgt

Hundegitter sind nicht nur was für Hundefreunde. Auch Eltern sollten sich mit dem Thema unbedingt vertraut machen, besonders wenn sie in ihrem Auto einen Kindersitz haben, in dem das Kind entgegen der Fahrtrichtung sitzt.

Warum ein Reboarder?

Wer mit kleinen Kindern unter 15 Monate unterwegs ist, weiß, dass seit Juli 2013 rückwärtsgerichtete Kindersitze, sogenannte Reboarder, Pflicht sind. Diese Kindersitze schützen den Kopf- und Nackenbereich besser, wenn es zu einer Vollbremsung oder einem Frontalaufprall kommt. Auch bei einem Seitenaufprall haben sich Reboarder als sicherer erwiesen. Alte, nach vorne gerichtete Modelle dürfen dennoch weiterhin genutzt werden. Auf der Website des ADAC findet man viele Informationen dazu.

Mama schnallt Baby im Reboarder-Kindersitz im Auto an
Rückwärtsgerichtete Kindersitze schützen den Kopf- und Nackenbereich des Babys wesentlich besser. © istock

Welchen Gefahren ist das Kind trotzdem ausgesetzt?

Die meisten Eltern investieren viel Zeit, um den richtigen Kindersitz auszusuchen. Dabei vernachlässigen sie aber eine andere wichtige Sicherheitsmaßnahme: das Trenngitter. Wenn Gepäck oder ein Hund im Kofferraum nicht gesichert werden, können die Gegenstände bzw. das Tier bei einem Unfall nach vorn geschleudert werden und das Kind schwer verletzen.

Stellen wir uns mal vor, wir waren einkaufen und haben ein paar Tüten in den Kofferraum gestellt. Plötzlich müssen wir eine Vollbremsung machen und die Lebensmittel fliegen mit voller Wucht  in den Fahrgastbereich. Wir wollen uns gar nicht ausmalen, was das für das Kind bedeutet.

Die Rückbank und die Kopfstützen bieten übrigens keinen Schutz, da wir wohl kaum vorher wissen können, in welcher Höhe die Gegenstände bzw. der Hund durch das Auto geschleudert werden.

Die Bildmontage zeigt, was passieren kann, wenn Gepäck nicht gesichert wird. Dann fliegt dieses bei einer Vollbremsung durch das Auto und ist eine Gefahr für das Kind.
Ohne Schutzgitter ist das Kind im Reboarder nicht ausreichend sicher. © Travall

Fazit

Auf der einen Seite sind rückwärtsgerichtete Kindersitze sicherer, da sie den empfindlichen Kopf- und Nackenbereich besser stützen. Auf der anderen Seite sind aber Brust und Kopf des Kindes Gegenständen ausgesetzt, die vom Kofferraum nach vorn geschleudert werden. Das können robuste, fest installierte Trenngitter wie der Travall Guard verhindern.

Die beste Wahl für Eltern ist deshalb ein Reboarder in Kombination mit einem Schutzgitter, das alle Dinge zuverlässig im Kofferraum hält. Auf was ihr beim Kauf eines Trenngitters achten solltet, haben wir hier beschrieben.